Die PreisträgerInnen des Jahres 2015

  • Respekt@vpod
  • „Respekt@vpod“ wurde 2013 von rund 20 Care-Migrantinnen gegründet. Mittlerweile haben sich über 50 in Privathaushalten beschäftigte Betreuerinnen und Betreuer, die mehrheitlich aus Polen, der Slowakei und Rumänien stammen, angeschlossen. Unter den Mitgliedern sind sowohl 24-Stunden-Betreuende als auch bei privaten Spitex-Organisationen prekär Beschäftigte. Das Netzwerk setzt sich für faire Arbeitsbedingungen ein, informiert über die geltenden Gesetze und unterstützt Lohnklagen. Die Regierungen beider Basel würdigen das Wirken des Kollektivs, durch welches die gesellschaftlich äusserst wertvolle, aber häufig sehr belastende Arbeit der Care-Migrantinnen und -Migranten sichtbar gemacht wird. Das Phänomen der Care-Migration wird durch das Älterwerden der Bevölkerung in den kommenden Jahren weiter deutlich an Bedeutung gewinnen.

    respekt-vpod.ch

  • Prof. em. Dr. Regina Wecker
  • Mit der Auszeichnung von Regina Wecker betonen die Regierungen die Wichtigkeit des Einsatzes von Einzelpersonen für das Anstossen von Veränderungen. Die gesellschaft­lich engagierte Professorin hat die Anliegen der Geschlechtergleichstellung mehreren Generationen von Studierenden nahe gebracht. Zugleich war sie Mitbegründerin der interdisziplinären Geschlechterforschung in der Schweiz. Damit hat sie ein Fach aufgebaut, dessen wissenschaftliche Erkenntnisse für die Gleichstellungspolitik – insbesondere auch für die kantonale Gleichstellungsarbeit – von unmittelbarer Bedeutung sind. Durch ihr regionalpolitisches und gesellschaftliches Engagement gelingt es ihr, das Anliegen der Chancengleichheit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Verein Frauenstadtrundgang Basel geht auf ihre Initiative zurück.

    Portrait, Website Universität Basel

    Die Regierungen unterstreichen mit der Verleihung des 20. und letzten Chancengleich­heitspreises beider Basel die Notwendigkeit von beiden Zugangsweisen – sowohl die Erarbeitung von wissenschaftlichem Basiswissen als auch das praxisorientierte Handeln – um die tatsächliche Gleichstellung und Chancengleichheit voran zu bringen.

    » Medienmitteilung der Regierungen BL und BS vom 02.09.2015